Nein, ich spreche nicht von der Ejakulation des Mannes. Ich spreche von dem Danach. Von dem Moment, wo man seine Wohnung verlässt (oder er deine) und einen diese dunkle Ahnung befällt. Dieses wehmütige Gefühl, dieses irrationale Wissen, dass wenn man jetzt geht, es für immer ist. Es gibt kein Zurück. Kein Wiedersehen.
Dabei kann alles noch so schön gewesen sein, so intensiv, so hoffnungsvoll. Es bringt alles nichts, wenn er gekommen ist. Der Moment natürlich.
Die Frage aller Fragen lautet nun: Was löst den 'Point of no Return' aus und wie kann man ihn vermeiden?
De facto kann man sagen: Vorher war ein Mann interessiert, er hat sich regelmäßig gemeldet, er wollte einen sehen, er wollte einen kennenlernen, er hat sich bemüht. Und viel geredet. Redende Männer sind gefährlich. Und dann hat man sich hingegeben. (Das klingt so passiv - aber seien wir ehrlich - vom ersten Mal hat eine Frau selten was. Von daher passt es doch ganz gut.) Frau hat sich also hingegeben, hingerissen von dem Moment, sanft gebettet von den Worten des Mannes: die Nacht ist schön, die Nacht ist kurz - und dann kommt das Morgengrauen. Diese seltsame Fremdheit, die doch am Abend davor eigentlich aufgelöst wurde. Oder es zumindest sein sollte. Dieses seltsam zähe Gefühl der Unbeweglichkeit, der Wortlosigkeit, der Berühungsangst. Wie tapsige junge Hunde versucht man die Mauer des Fremden durch kleine Stubser zu druchdringen. Bis man feststellt, dass diese Mauer ein Spiegel ist und alles auf einen selbst zurück fällt. Betont lässig wird sich mit vertuschter Hast wieder angekleidet und sich mit salapp dahingeworfenen Floskeln Richtung Ausgang gerudert. Wir sitzen doch alle in unterschiedlichen Booten. Die kühle, distanzierte Verabschiedung wird mit betont geheuchelter, schmerzvoll hoffnungsvoller Herzlichkeit eingekleidet. Ein letzter Blick zurück, ein letzter Blick in die fremden schönen Marmoraugen und dann steht man schon mit einem Fuß auf der Schwelle und in diesem Moment des Übergangs bleibt die Zeit kurz stehen. Bis der 'Point of no Return' wie eine Welle über einem zusammenschwappt und man mit leerem Herzen schließlich auf der Straße steht.
Und dann geht man davon, in den gefühlten Nebel der Ungewissheit, wo das Zufallen der Wohnungstür einen wie ein Echo bis nach Hause begeleitet. Und wieder bleiben sämtliche Fragen unbeantwortet.
Samstag, 18. Juli 2015
Freitag, 5. Juni 2015
Would you go to bed with me?
Es ist ein Phänomen: Man will, dass er einen will. Man will gewollt werden. Begehrt werden. Man will irgendwie wissen, dass da einer ist, der einen irgendwie will. (Aber irgendwie ja auch nicht.)
Man bekommt vielleicht Anerkennung als Mensch, als Freund, als Tochter, als Schwester oder auch als Karrierefrau. Man ist also wer, man kann was und man weiß, man ist was wert und kriegt es auch irgendwie mitgeteilt. Aber als Frau? So als gewollte Frau? Mit Körper und Charakter? Ja von WEM denn bitte?
Man hat da vielleicht diesen netten Kumpel, der eigentlich in einen verliebt ist, der einem so schöne Komplimente auf den Charakter bezogen machen kann und dem Dinge auffallen, die noch nie ein Mensch zuvor bemerkt hat. Aber man findet ihn leider sexuell gänzlich unanttraktiv. Und dann im Club ein x-beliebiger Typ, der so gut knutschen kann und einen ganz schön scharf findet. Dass er außen hui und innen pfui ist, muss ich ja nicht extra erwähnen, sonst hätte er ja einen Namen und keine Nummer. Aber wo ist der Typ, der beides vereint? Mr. Right (now). Aber geht es hier überhaupt um ihn?
Ist es nicht vielmehr eine Frage des weiblichen Egos? Der immerwährende Wunsch der Frau als eine solche anerkannt und gesehen zu werden? Und nein, ich spreche hier nicht von der Wahrnehmung unserer Brüste, ich spreche von der Frau als Gesamtpaket. (Mit Brüsten, ja). Liegt dieser Wunsch, dieses Bedrüfnis, diese Sehnsucht der weibliche Biologie zugrunde oder ist sie ein Phänomen unserer Gesellschaft? Selbst die Autorinnen des frühen Feminismus schrieben Bücher, in denen die Protagonistinnen sich vor Hunger nach Liebe verzehren. Von einem Mann zu nächsten, immer auf der Suche nach dem höchsten der Gefühle: Der wahren Liebe. Oder wenigstens einer von ihnen.
Ist die Sehnsucht nach Liebe das gleiche wie das Verliebtsein ins Verliebtsein? Ist die Suche nach der wahren Liebe das gleiche, wie die Suche nach der Anerkennung als Frau?
I've noticed you're around
I find you very attractive
Man bekommt vielleicht Anerkennung als Mensch, als Freund, als Tochter, als Schwester oder auch als Karrierefrau. Man ist also wer, man kann was und man weiß, man ist was wert und kriegt es auch irgendwie mitgeteilt. Aber als Frau? So als gewollte Frau? Mit Körper und Charakter? Ja von WEM denn bitte?
Man hat da vielleicht diesen netten Kumpel, der eigentlich in einen verliebt ist, der einem so schöne Komplimente auf den Charakter bezogen machen kann und dem Dinge auffallen, die noch nie ein Mensch zuvor bemerkt hat. Aber man findet ihn leider sexuell gänzlich unanttraktiv. Und dann im Club ein x-beliebiger Typ, der so gut knutschen kann und einen ganz schön scharf findet. Dass er außen hui und innen pfui ist, muss ich ja nicht extra erwähnen, sonst hätte er ja einen Namen und keine Nummer. Aber wo ist der Typ, der beides vereint? Mr. Right (now). Aber geht es hier überhaupt um ihn?
Ist es nicht vielmehr eine Frage des weiblichen Egos? Der immerwährende Wunsch der Frau als eine solche anerkannt und gesehen zu werden? Und nein, ich spreche hier nicht von der Wahrnehmung unserer Brüste, ich spreche von der Frau als Gesamtpaket. (Mit Brüsten, ja). Liegt dieser Wunsch, dieses Bedrüfnis, diese Sehnsucht der weibliche Biologie zugrunde oder ist sie ein Phänomen unserer Gesellschaft? Selbst die Autorinnen des frühen Feminismus schrieben Bücher, in denen die Protagonistinnen sich vor Hunger nach Liebe verzehren. Von einem Mann zu nächsten, immer auf der Suche nach dem höchsten der Gefühle: Der wahren Liebe. Oder wenigstens einer von ihnen.
Ist die Sehnsucht nach Liebe das gleiche wie das Verliebtsein ins Verliebtsein? Ist die Suche nach der wahren Liebe das gleiche, wie die Suche nach der Anerkennung als Frau?
I've noticed you're around
I find you very attractive
Der Verlust der Magie
Kennt ihr das noch, wo ihr vor euren Dates schon Tage vorher unglaublich aufgeregt wart, sodass euch richtig schlecht war? Ihr zwischen Vorfreude und glückseeliger Ungewissheit euch den Tag/Abend vorgestellt und euer Outfit geplant habt? Wo jeder Moment des eigentliches Dates einen besonderen Zauber inne hatte und alles irgendwie magisch und besonders war? Alles neu und einzigartig? Ja? You lucky kid.
Ich bin an einem Punkt, wo ich so viele (blöde) Dates hatte, dass für mich die Magie abhanden gekommen ist. Ich freue mich nicht Tage vorher schon darauf, sondern überlege eher, wie ich es Date so in meinen Alltag schieben kann, dass ich auf nichts anderes verzichten muss und auch, wie ich mich währenddessen am besten selbst amüsieren kann (Ich muss nicht extra erwähnen, dass letzterer Punkt Bier beinhaltet oder?). Das Outfit werfe ich kurz vorher zusammen, manchmal ziehe ich mich nichtmal mehr dafür um, sondern lasse an, was ich eh schon an hatte. Was nicht heißen soll, dass ich jemals achtlos und nachlässig gekleidet zu einem Date gehen würde. Gut aussehen selbstverständlich. Ego und so. Nur eben nicht ganze Date-Manier mit der klassischen Gesichtsmaske und extra Maniküre-Tour. Der Kerl kriegt nix extra. Das muss er sich erstmal verdienen.
Und dann auch das eigentliche Date selbst ist zu einem 0815-Standard geworden. Immer die gleiche Prozedur, die gleichen Gesprächsthemen, der gleiche Ablauf. Dann sitze ich dort und frage mich, was ich da eigenlich tue. Ich suche nach Dingen, die ich attraktiv finden könnte, während ich gleichzeitig beim Gespräch einschlafe oder mich frage, ob er auch nur das geringste bisschen Empathie und gesunden Menschenverstand besitzt (aka Zeichen des Desinteresses, siehe letzter Post). Und ja, auch wenn die Typen genauso brennend an mir interessiert sind, wie ich an ihnen, erwarte ich ein Mindestmaß an Höflichkeiten. An respektvollen Umgangsformen. Und dann, nach ein paar Bier, wenn ich bei der Verabschiedung denke, dass es doch irgendwie ganz nett war und vielleicht ja bei einem eventuellen zweiten Treffen möglicherweise gegebenfalls der Funke überspringen könnte - ja, dann ist es wiedermal passiert. Ich will, dass er mich will. Aber nicht, weil ich ihn will, sondern nur, weil ich will, dass er mich will. Und drei nachrichtenstille Wochen später habe ich schon seinen Namen vergessen. So wichtig ist mir das.
Ich bin an einem Punkt, wo ich so viele (blöde) Dates hatte, dass für mich die Magie abhanden gekommen ist. Ich freue mich nicht Tage vorher schon darauf, sondern überlege eher, wie ich es Date so in meinen Alltag schieben kann, dass ich auf nichts anderes verzichten muss und auch, wie ich mich währenddessen am besten selbst amüsieren kann (Ich muss nicht extra erwähnen, dass letzterer Punkt Bier beinhaltet oder?). Das Outfit werfe ich kurz vorher zusammen, manchmal ziehe ich mich nichtmal mehr dafür um, sondern lasse an, was ich eh schon an hatte. Was nicht heißen soll, dass ich jemals achtlos und nachlässig gekleidet zu einem Date gehen würde. Gut aussehen selbstverständlich. Ego und so. Nur eben nicht ganze Date-Manier mit der klassischen Gesichtsmaske und extra Maniküre-Tour. Der Kerl kriegt nix extra. Das muss er sich erstmal verdienen.
Und dann auch das eigentliche Date selbst ist zu einem 0815-Standard geworden. Immer die gleiche Prozedur, die gleichen Gesprächsthemen, der gleiche Ablauf. Dann sitze ich dort und frage mich, was ich da eigenlich tue. Ich suche nach Dingen, die ich attraktiv finden könnte, während ich gleichzeitig beim Gespräch einschlafe oder mich frage, ob er auch nur das geringste bisschen Empathie und gesunden Menschenverstand besitzt (aka Zeichen des Desinteresses, siehe letzter Post). Und ja, auch wenn die Typen genauso brennend an mir interessiert sind, wie ich an ihnen, erwarte ich ein Mindestmaß an Höflichkeiten. An respektvollen Umgangsformen. Und dann, nach ein paar Bier, wenn ich bei der Verabschiedung denke, dass es doch irgendwie ganz nett war und vielleicht ja bei einem eventuellen zweiten Treffen möglicherweise gegebenfalls der Funke überspringen könnte - ja, dann ist es wiedermal passiert. Ich will, dass er mich will. Aber nicht, weil ich ihn will, sondern nur, weil ich will, dass er mich will. Und drei nachrichtenstille Wochen später habe ich schon seinen Namen vergessen. So wichtig ist mir das.
Samstag, 21. März 2015
Kommen, Verzaubern, Gehen.
Um das zu tun, gibt es einige simple Verhaltensweisen beim ersten Date:
1. Lache einmal zu Beginn, so richtig schön mit funkelnden Augen, damit er sich in dein Lachen verliebt. Setze danach für den Rest des Abends dein Poker-Face auf. Verwende lediglich deine Augenbrauen zum Ausdruck von Emotionen. Für dein Lachen muss er schon was tun!
2. Schaue ständig auf dein Handy und beantworte in aller Seelenruhe Whatsappnachrichten. Öffne auch ruhig diverse Dating-Apps - er soll ja sehen, dass du eine gefragte Frau bist mit vielen Kontakten bist. Und er ist lediglich einer von vielen und es somit nicht wert, dass du mal für ein paar Stunden dein Handy beiseite legst.
3. Erwähne deine Ex-Freunde. Platziere sie wie kleine, höchst explosive Bomben in den Nebensätzen nichtssagender Hauptsätze.
4. Lasse öfter den Blick durch den Raum schweifen und schaue gutaussehenden Kerlen hinterher. Es gibt Bessere als ihn und das kann und muss verdeutlicht werden. Er ist nicht das NonPlusUltra (selbst wenn er das letzte Einhorn ist!).
5. Stelle ihm zusätzlich zu deinem Poker-Face rhetorische Fragen, um ihn durcheinander zu bringen. Wenn er erzählt, wie toll er ist, dann fragst du: "Ist das so?" oder "Glaubst du das wirklich?" und zeigst dich betont desinteressiert.
6. Wenn er von langweiligen Themen erzählt oder über sich redet (was leider oft ein und dasselbe ist, siehe auch Punkt 5.), dann lenke das Gespräch egelegant (oder auch nicht, er soll den gewollten Themenwechsel ruhig bemerken), auf ein Thema, was dich interessiert. Halte enthusiastische Monologe und lasse ihn nicht zu Wort kommen!
7. Zahle selbst und bestehe darauf. Er bezahlt nicht für deine Anwesenheit, er muss sie sich verdienen.
8. Schaue ihm nach der Verabschiedungs-Umarmung tief in die Augen und sage: "Aber nicht verlieben!" Danach drehst du dich umgehend mit einem lässigen Haarschlenker um (idealerweise trifft dein Haar ihn dabei schwungvoll ins Gesicht) und gehst deines Weges, sodass er keine Möglichkeit hat, etwas zu erwidern.
9. Wenn alles geklappt hat, hast du sein Ego so tief erschüttert, dass er dir gleich am nächsten Tag oder womöglich noch am selben Abend schreibt, um es wieder aufzubauen. Auf gar keinen Fall solltest du sofort zurück schreiben und das womöglich noch mit einer netten, längeren Nachricht! Lass dir Zeit und antworte in knappen Sätzen. Je kürzer desto besser. Fortgeschrittene können in Smilys antworten.
10. Du wirst ihm das Gefühl vermitteln, dass er kein ach so geiler Typ ist und du ihm nicht augenblicklich verfallen bist. Das wird ihn wahnsinnig machen und er wird alles dran setzen das zu ändern. Ergo - er will dich wieder sehen!
11. Du triffst ihn nochmal. Beginne bei Punkt 1.
And this is how it goes. Kommen, verzaubern, gehen. Mit allen Zeichen des Desinteresses.
Umsetzung folgt....
1. Lache einmal zu Beginn, so richtig schön mit funkelnden Augen, damit er sich in dein Lachen verliebt. Setze danach für den Rest des Abends dein Poker-Face auf. Verwende lediglich deine Augenbrauen zum Ausdruck von Emotionen. Für dein Lachen muss er schon was tun!
2. Schaue ständig auf dein Handy und beantworte in aller Seelenruhe Whatsappnachrichten. Öffne auch ruhig diverse Dating-Apps - er soll ja sehen, dass du eine gefragte Frau bist mit vielen Kontakten bist. Und er ist lediglich einer von vielen und es somit nicht wert, dass du mal für ein paar Stunden dein Handy beiseite legst.
3. Erwähne deine Ex-Freunde. Platziere sie wie kleine, höchst explosive Bomben in den Nebensätzen nichtssagender Hauptsätze.
4. Lasse öfter den Blick durch den Raum schweifen und schaue gutaussehenden Kerlen hinterher. Es gibt Bessere als ihn und das kann und muss verdeutlicht werden. Er ist nicht das NonPlusUltra (selbst wenn er das letzte Einhorn ist!).
5. Stelle ihm zusätzlich zu deinem Poker-Face rhetorische Fragen, um ihn durcheinander zu bringen. Wenn er erzählt, wie toll er ist, dann fragst du: "Ist das so?" oder "Glaubst du das wirklich?" und zeigst dich betont desinteressiert.
6. Wenn er von langweiligen Themen erzählt oder über sich redet (was leider oft ein und dasselbe ist, siehe auch Punkt 5.), dann lenke das Gespräch egelegant (oder auch nicht, er soll den gewollten Themenwechsel ruhig bemerken), auf ein Thema, was dich interessiert. Halte enthusiastische Monologe und lasse ihn nicht zu Wort kommen!
7. Zahle selbst und bestehe darauf. Er bezahlt nicht für deine Anwesenheit, er muss sie sich verdienen.
8. Schaue ihm nach der Verabschiedungs-Umarmung tief in die Augen und sage: "Aber nicht verlieben!" Danach drehst du dich umgehend mit einem lässigen Haarschlenker um (idealerweise trifft dein Haar ihn dabei schwungvoll ins Gesicht) und gehst deines Weges, sodass er keine Möglichkeit hat, etwas zu erwidern.
9. Wenn alles geklappt hat, hast du sein Ego so tief erschüttert, dass er dir gleich am nächsten Tag oder womöglich noch am selben Abend schreibt, um es wieder aufzubauen. Auf gar keinen Fall solltest du sofort zurück schreiben und das womöglich noch mit einer netten, längeren Nachricht! Lass dir Zeit und antworte in knappen Sätzen. Je kürzer desto besser. Fortgeschrittene können in Smilys antworten.
10. Du wirst ihm das Gefühl vermitteln, dass er kein ach so geiler Typ ist und du ihm nicht augenblicklich verfallen bist. Das wird ihn wahnsinnig machen und er wird alles dran setzen das zu ändern. Ergo - er will dich wieder sehen!
11. Du triffst ihn nochmal. Beginne bei Punkt 1.
And this is how it goes. Kommen, verzaubern, gehen. Mit allen Zeichen des Desinteresses.
Umsetzung folgt....
Abonnieren
Posts (Atom)